Pressemitteilung vom 24. August 2018

Studie schafft grenzüberschreitende Planungsgrundlagen zur Installation von Elektroladesäulen

Zusammen mit sieben Partnern aus Rheinland-Pfalz beauftragt der Saarpfalz-Kreis federführend das renommierte Beratungs-unternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) aus Frankfurt mit der Erstellung einer Raumstudie „e.mobil Saar-Westpfalz“. Ziel ist die Standortermittlung für 150 Elektroladesäulen in der Region.

Elektro

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Klimaschutzziele des Bundes, der Länder, einzelner Regionen und des Biosphärenreservats Bliesgau liegt ein Handlungsfeld im Bereich der „nachhaltigen Mobilität“. Neben dem gezielten Ausbau des Nahverkehrs, der Stärkung von Fuß- und Fahrradverkehr kann auch die Elektromobilität vor allem in Verbindung mit der Nutzung Erneuerbarer Energieträger ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele sein.
Neben der noch recht überschaubaren Palette von Elektrofahrzeugen stellt aktuell das unzureichende Netz mit Ladesäulen sicherlich ein entscheidendes Hemmnis in der Verbreitung der Elektromobilität dar. Die Raumstudie e.mobil Saar-Westpfalz soll vor diesem Hintergrund zunächst nach Auswertung aller relevanten Verkehrsdaten in den Sektoren Wohnen, Arbeiten, Tourismus und Handel insgesamt 150 Top-Standorte für die Installation von Ladepunkten für Elektroautos ermitteln. Darauf aufbauend sollen die räumlichen, technischen und rechtlichen Voraussetzungen an den potenziellen Standorten bewertet werden. „Mit der Studie wollen wir Land-kreisen, Kommunen, Unternehmen sowie den Stadtwerken Grundlagen liefern, auf ihrem jeweiligen Gebiet Ladesäulen für Elektroautos zu errichten“, so der Klimaschutzmanager des Biosphärenreservats Bliesgau, Dr. Hans-Henning Krämer.
Die Studie soll nicht nur den Saarpfalz-Kreis, sondern die gesamte Westpfalz mit den Landkreisen Südwestpfalz, Kaiserslautern, Donnersberg und Kusel abdecken. Die Größe des Untersuchungsgebiets trägt damit den ausgeprägten Pendlerbewegungen zwischen den Regionen Rechnung.
„Diese Studie dient als unverzichtbare Grundlage für Entwicklungsmöglichkeiten in Sachen E-Mobilität in unserer Region. Es ist uns zudem sehr wichtig, dass das Augenmerk nicht nur auf Ballungszentren liegt, sondern auch der ländliche Raum berücksichtigt und durch ein flächendeckendes Netz an Elektroladesäulen gestärkt wird“, betont Landrat Dr. Theophil Gallo. Und weiter: „Nebenbei bemerkt ist das ein weiteres positives Beispiel für eine über Kreis- und Landesgrenzen hinausgehende interkommunale Zusammenarbeit“, so der Landrat. Im Einzelnen beteiligen sich der Saarpfalz-Kreis, der Biosphärenzweckverband Bliesgau, der Kreis Südwestpfalz, der Landkreis Kaiserslautern, die Stadt Zweibrücken über ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die Planungsgemeinschaft Westpfalz, der Bezirksverband Pfalz sowie die Stadtwerke Kaiserslautern und Pirmasens.
In einem bundesweiten Ausschreibungsverfahren setzte sich das auf Wirtschaftsprüfung und Beratung spezialisierte Unternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) aus Frankfurt durch. PwC hat in den letzten Jahren zahlreiche Studien im Bereich Elektromobilität für den Bund, einzelne Bundesländer, Landkreise und Kommunen erarbeitet.
Die Studie e.mobil saar-Westpfalz wird vom Bundesverkehrsministerium über das Programm „Förderrichtlinie Elektromobilität“ mit einem Zuschuss von 80 Prozent der Kosten unterstützt.