Vogel des Jahres 2019 – die Feldlerche

Die Feldlerche war bereits 1998 „Vogel des Jahres“. Sie ist bei uns in Deutschland ein typischer Brutvogel der Agrarlandschaft. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft hat die Art aber stark abgenommen. In Deutschland geht man davon aus, dass allein zwischen 1980 und 2005 der Bestand um 30 % zurückgegangen ist. Deshalb steht die Feldlerche in der letzten Roten Liste der Brutvögel Deutschlands auch bereits in der Kategorie 3 („Gefährdet“).

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Die Feldlerche in ihrem Lebensraum.

Die Feldlerche hat ein großes Verbreitungsgebiet das von Portugal bis Kamtschatka und von der Nordspitze Norwegens bis Nordafrika reicht.Sie ist etwas kleiner als ein Star und wiegt meist 30 – 45 g. Wenn sie sich im Frühjahr auf den Feldern aufhalten, sind sie am Boden meist nur dann zu sehen, wenn sie kurz auffliegen oder nach einem ihrer Singflüge wieder am Boden landen. Mit ihrem Gefieder in unterschiedlichen Brauntönen sind sie nämlich perfekt getarnt. Die Singflüge dienen der Reviermarkierung, dabei steigen die Männchen mit schnellen Flügelschlägen immer höher, teilweise kreisen sie dann über dem Revier, bevor sie langsam wieder hinab gleiten. Dabei singen sie durchgehend.

Die Feldlerche brütet am liebsten in niedriger, lückiger Vegetation, weshalb sie bei uns meist auf Äckern zu finden ist. Dort scharrt sie sich eine kleine Mulde, die sie mit pflanzlichem Material auskleidet. Gelege bestehen meist aus 2-6 Eiern und werden ca. 11 Tage bebrütet. Die Jungen verlassen das Nest nach 7-11 Tagen und sind nach 30 Tagen selbständig.
Die Nahrung der Feldlerche besteht im Winter hauptsächlich aus pflanzlichem Material, im Frühjahr und Sommer frisst sie vor allem kleine Insekten, Schnecken, Regenwürmer und Spinnen.

Die Feldlerche ist ein noch verbreiteter Brutvogel auf den Äckern und Wiesen des Biosphärenreservates.Mit die höchsten Siedlungsdichten hat  der Hartungshof und das Offenlandgebiet bei Utweiler.Trotzdem gibt es auch im Biosphärenreservat Bliesgau Rückgänge der Population durch intensive Landwirtschaft.
In Studien haben sich sogenannte Lerchenfenster als wirksame Schutzmaßnahme für Feldlerchen, aber auch andere Bodenbrüter erwiesen. Dabei werden bei der Einsaat von Äckern immer wieder mehrere Meter große Stücke ausgelassen, so dass inmitten der Felder kleinere, wenig bewachsene Flächen vorhanden sind, auf denen Feldlerchen ihre Nester anlegen können.
Mehr Infos zur Feldlerche finden Sie auch unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1998-feldlerche/index.html, dort können Sie sich auch den Gesang der Feldlerche anhören und vielleicht achten Sie beim Spaziergang im nächsten Frühjahr mal darauf und können die Feldlerche dann auch bei uns bei ihren Singflügen beobachten.