Kopfunter auch am Futterhaus – der Kleiber

Jetzt im Winter ist es für viele wieder Zeit die Vogelfutterhäuser nach draußen zu stellen und den Vögeln die verschiedensten Körner und Nüsse anzubieten.Was gibt es auch Entspannenderes an kalten Wintertagen als den gefiederten Besuchern beim Kampf um die besten Körner zu zusehen.
kleiber

Aber kennen Sie auch die Arten, die sich an Ihrem Futterhaus einfinden?
Wir wollen mit dem Kleiber eine recht häufige und vor allem gut zu erkennende Art vorstellen.
Der Kleiber entstammt der Familie der Kleiber und wird ab und an auch als „Spechtmeise“ bezeichnet. Er ist oft quirlig wie eine Meise und läuft an Baumstämmen entlang und sucht dort hackend nach Insekten wie ein Specht. Aber er kann etwas, was Spechte nicht können: er läuft auch mit dem Kopf nach unten an Bäumen entlang!
Die Körperlänge des Kleibers entspricht in etwa der einer Kohlmeise. Sein Bauch ist hellbraun während sein Rücken blaugrau gefärbt ist. Er hat einen kräftigen, grauen Schnabel und einen schwarzen Augenstreifen.
Sein Name „Kleiber“ kommt davon, dass er bei Bruthöhlen und Nistkästen, die er nutzt, den Eingang mit Lehm so verkleinert, dass er hindurch schlüpfen kann, aber es Räubern so erschwert wird, an seine Brut zu gelangen.
Kleiber sind Standvögel und deshalb auch im Winter häufig zu beobachten. Sie brüten gerne in Laubmischwäldern, aber auch in Parks und Gärten. Sie benutzen Asthöhlen, alte Spechthöhlen aber auch Nistkästen als Brutplatz.
Größere Samen und Nüsse wie Eicheln oder ganze Erdnüsse bringt er zur nächsten Astgabel um sie dort mit seinem Schnabel besser bearbeiten zu können.
Längere baumlose Strecken meidet er, deshalb ist er in Innenstädten seltener zu finden als z.B. in Waldrandnähe.
Er gilt als nicht gefährdet, so dass man an vielen Futterhäusern seine akrobatischen Künste beim Futtern von Meisenknödeln beobachten kann.
Mehr Informationen zu häufigen Vögeln am Futterhaus finden Sie u.a. auf den Seiten des NABU unter:  https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/vogelportraets/

Mehl- und Rauchschwalben, gefährdete Mitbewohner


„Wenn Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen“, lautet eine bekannte Bauernregel, die sich auf Schwalben bezieht. Davon gibt es noch viele weitere wie „An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt.“. Daran erkennt man, dass die Schwalben schon lange in der Nähe der Menschen wohnen und diese in den vergangenen Jahrhunderten das Verhalten der Schwalben beobachtet und versucht haben, daraus Regeln z.B. bezüglich des kommenden Wetters abzuleiten.

Schwalben
Die Rauchschwalbe (links) hat eine rostfarbene Kehle und lebt meist in Ställen, die Mehlschwalbe (rechts) sucht sich gerne Dachüberstände zum Nestbau.

Früher gab es in jedem Dorf Schwalbenkolonien.Heute gibt es auch im Bliesgau bereits Dörfer, in denen man suchen muss, um noch brütende Schwalben zu finden.

Grundsätzlich finden sich in unseren Dörfern zwei Schwalbenarten: die Rauchschwalbe, die man vor allem auf Bauernhöfen findet und die gerne in Ställen wohnt und die Mehlschwalbe, die meist unter Dachvorsprüngen nistet.Beide Arten haben oberseits ein dunkles, blau-schwarzes Gefieder, während die Bauchseite weiß ist. Die Rauchschwalbe kann man von der Mehlschwalbe durch ihren rost-farbenen Kehlfleck und den längeren, tiefgegabelten Schwanz unterscheiden.Leider sind beide Arten, die früher aus unseren Dörfern kaum wegzudenken waren, mittlerweile gefährdet.

Es werden immer noch Nester illegal entfernt, denn viele wissen nicht, dass die Nester auch wenn die Schwalben im Winter im Süden sind, geschützt sind. Wenn ein Haus saniert wird und die Nester deshalb entfernt werden müssen, sollten die Bauarbeiten also erst im Herbst anfangen, wenn die Schwalben schon weg sind und nach Beendigung der Arbeiten kann man dann Kunstnester anbringen.

Denn die Schwalben haben heute auch ein Problem geeignetes Baumaterial zu finden. Nester werden aus kleinen Lehmklümpchen gebaut, den sie an Pfützen sammeln. Weil heute alle Straßen und Wege in den Dörfern aber asphaltiert sind und Baumaterial so rar geworden ist, müssen wir den Schwalben etwas unter die Arme greifen.Man kann z.B. eine Lehmpfütze für Schwalben anlegen: https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf oder Mehlschwalbennisthilfen kaufen oder selbst bauen und am Haus anbringen.

Wandern im Frühjahr – auch für Amphibien essentiell

Sicherlich kommt Ihnen diese Situation bekannt vor: Sie fahren in der Dämmerung über eine Landstraße, die an eine Wiese oder ein Waldstück angrenzt. Plötzlich sehen Sie vor sich auf der Straße viele Kröten, fast nicht vom nassen Laub zu unterscheiden, die versuchen über die Straße auf die andere Seite zu gelangen. Doch warum tun sie das?

Kroeten
Die Männchen lassen sich oftmals auf dem Rücken der Weibchen zum Laichgewässer transportieren.

Der Grasfrosch – Lurch des Jahres 2018

Der Grasfrosch ist, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, nicht grün, sondern braun gefärbt. Damit gehört er mit den beiden ähnlichen Arten Spring- und Moorfrosch zu den sogenannten „Braunfröschen“. 
Den Namen verdankt er seiner Lebensweise in der Gras- und Krautschicht von Wiesen und lichten Wäldern. Von den drei Braunfroscharten ist der Grasfrosch in Deutschland die häufigste Art und auch im Saarland weit verbreitet.

Frosch
Auch der Glashütter Weiher wird vom Grasfrosch als Laichhabitat genutzt.

Grasfrösche können bis zu elf Zentimeter lang werden und werden vor allem im zeitigen Frühjahr (Mitte/ Ende Februar bis Ende März) auf ihren Wanderungen zu ihren Laichgewässern häufig beobachtet.  An Tümpel, Gräben, Seen, Weihern und Gartenteichen legen die Weibchen Laichballen mit 700-4 000 Eiern ab. Aus ihnen schlüpfen die Kaulquappen, die ihre Metamorphose in wenigen Wochen durchleben und als 10-15 mm kleine Frösche an Land gehen. Man findet sie meist nur während der Fortpflanzungszeit am Gewässer, danach wandern sie wieder in ihre Landlebensräume: Wiesen, Wälder, Gebüsche, Parks und Gärten.
Dort gehen sie meist nachts auf die Jagd nach Insekten, Asseln, Würmer, Schnecken und Spinnen. Tagsüber verstecken sie sich an feuchten Plätzen unter Steinen oder Totholz.In Acht nehmen muss sich der Grasfrosch vor Mardern, Füchsen, Reihern, Greifvögeln etc., die ihn zum Fressen gern haben.
Mehr Infos zum Grasfrosch gibt es auch unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/23803.html

Der Lurch des Jahres wird von der DGHT (der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) gewählt. Auf ihrer Kampagnenseite finden sich noch ausführlichere Materialien zum Grasfrosch, aber auch zu den bisher gewählten Reptilien und Amphibien der vergangenen Jahre.

Der Star – Vogel des Jahres 2018

Der Star ist etwas kleiner als eine Amsel und sowohl im Prachtkleid (das Federkleid, dass während der Brutzeit getragen wird) als auch im Schlichtkleid ein hübsch anzusehender Vogel. Das Prachtkleid ist schwarz-glänzend. Je nach Lichteinfall schimmert das Gefieder der Vögel dann in grün oder sogar violett. Aber auch das Schlichtkleid ist mit den dunklen Federn und dem hellen Punktmuster darauf auffallend. Die gerade ausgeflogenen Jungvögel haben dagegen in den ersten Wochen mit einem braunen Gefieder noch eine sehr unauffällige Färbung. 
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Im Flug wirken die Flügel der Stare meist dreieckig und spitz. Daran und an ihrem Auftreten in kleineren Trupps, manchmal aber auch in riesigen Schwärmen lassen sie sich gut erkennen.
Zum Vogel des Jahres hat man den Star gewählt, da er zwar noch relativ häufig ist, aber sein Bestand innerhalb von nur 20 Jahren um ca. 1 Mio Brutpaare abgenommen hat. Er wurde von der Stufe „ungefährdet“ (2007) direkt in die Kategorie „gefährdet“ (2015) der Roten Liste eingestuft ohne vorher auf der Vorwarnliste zu stehen.
Der Star ist was seinen Gesang angeht ein wahrer Imitationskünstler. Er kann den Gesang anderer Vögel nachahmen. Gerade in Städten und Dörfern hört man aber auch Stare die mit ihrem Gesang an Türklingeln oder Handy-Klingeltöne erinnern.
Der Vogel des Jahres 2018 hat sich aber auch in anderer Weise an ein Leben in der Nähe des Menschen angepasst und bewohnt neben alten Spechthöhlen und sonstigen Hohlräumen in Bäumen auch gerne Dachgauben oder Hohlräume an Gebäuden und Fassaden. Dabei haben Stare kein Revier wie andere Vogelarten, da sie gerne dort brüten, wo sich auch andere Paare in der Nähe finden und dann oft in kleinen Trupps auf Nahrungssuche gehen.
Am liebsten mögen sie Insekten und Würmer, sie fressen aber auch Früchte und Beeren. Man sieht sie deshalb gerne auf kurzen Wiesen und vor allem Weiden, wo sie am Boden oder sogar auf den Weidetieren nach Insekten und anderem Kleingetier suchen.
Bedroht ist der Star vor allem durch zu intensive Landwirtschaft, aber auch durch Wegfall von Brutstätten bei energetischen Sanierungen.
Weitere Infos zum Star finden Sie auch auf den entsprechenden Seiten des NABU zum  Vogel des Jahres: https://www.nabu.de/news/2017/10/23266.html

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