Pressemeldung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat Bliesgau wird ausgearbeitet – Auftaktveranstaltung in Gersheim

Mit einer Auftaktveranstaltung ist am Montag, 18. November, im Kulturhaus in Gersheim offiziell der Prozess zur Erstellung des Rahmenkonzeptes für das Biosphärenreservat Bliesgau gestartet. In der dreistündigen Veranstaltung stellten das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, der Biosphärenzweckverband Bliesgau und die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau e.V. die bisher geleisteten Vorarbeiten sowie die nächsten Schritte vor und beantworteten die Fragen der Teilnehmer.
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Umweltministerin Anke Rehlinger freut sich über nahezu 200 Gäste im Kulturhaus Gersheim

„Engagierte Akteure mit guten Ideen haben die Biosphäre Bliesgau von Anfang an ausgezeichnet“, betonte die Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Anke Rehlinger. „Genau dieses Engagement ist nun bei der Erstellung des Rahmenkonzeptes und des Regionalen Entwicklungskonzeptes für die LEADER-Region  gefordert, um gemeinsam die Weichen für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Biosphärenreservates in den nächsten 10 bis 15 Jahren zu stellen.“

Ministerin Rehlinger und Verbandsvorsteher Stephan Strichertz ließen in ihren Ausführungen noch einmal Revue passieren, was das Biosphärenreservat und seine  Akteure in der Region bisher alles erreicht haben. Das Spektrum reichte vom Bliesgau-Apfelsaft über das Ökologische Schullandheim Spohns Haus bis zum Partnerbetriebe-Netzwerk, „Fahrtziel Natur“ und dem Masterplan 100% Klimaschutz.

Regionalmanager Torsten Czech und die Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau (LAG), Doris Gaa, stellten die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat vor und gaben einen Ausblick auf die Möglichkeiten der kommenden LEADER-Förderperiode 2014-2020.
Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes, erläuterte die Hintergründe und den Vorbereitungsstand für das Rahmenkonzept, die nächsten Schritte  und  wie sich Interessierte an dem Prozess beteiligen können.
 
Nach den Vorträgen vertieften die Referenten die Informationen in einer Fragerunde. Die Diskussionen wurden anschließend bei einem kleinen Imbiss in geselliger Runde fortgeführt.

Hintergrund:
Das Rahmenkonzept, das gemäß der nationalen Anerkennungskriterien für UNESCO-Biosphärenreservate zu erstellen ist, dient der weiteren Konkretisierung der Ziele des Biosphärenreservates. In ihm wird beschrieben, wie in den kommenden Jahren die Entwicklung des Biosphärenreservates als „Modellregion für nachhaltige Entwicklung“ gestaltet werden soll.
Auf welche Schwerpunkte soll sich das Biosphärenreservat künftig konzentrieren? Welche Projekte sind geeignet, um diese Ziele zu erreichen?  Wie werden sie umgesetzt? Auf all diese Fragen sollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Antworten gefunden werden.

Der Biosphärenzweckverband Bliesgau, die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau und das saarländische Umweltministerium werden in den kommenden Monaten sowohl das Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat Bliesgau als auch das Regionale Entwicklungskonzept für die LEADER-Region erstellen. Dabei möchten die drei Partner Hand in Hand arbeiten, um ein möglichst effizientes Ergebnis zu erreichen.
Nähere Informationen finden Sie unter http://www.biosphaere-bliesgau.eu/rahmenkonzept
 
LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und vierter Schwerpunkt des „Plans zur Entwicklung des ländlichen Raumes im Saarland“. In einem Wettbewerb waren 2007 drei Lokale Aktionsgruppen (LAG), darunter die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau,  in der Form von öffentlich-privaten Partnerschaften ausgewählt worden, ihre „regionalen Entwicklungskonzepte“ in ihrer Heimatregion umzusetzen. Diese Entwicklungskonzepte enthalten Strategien, wie die jeweilige Region für alle Generationen attraktiv gestaltet werden kann. Zentrale Elemente sind dabei Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung, Vernetzung und Kooperation.

Die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau ist ein eigenständiger Verein mit Verwaltungen, Vereinen und Verbänden sowie Unternehmen als Mitglieder. Sie entscheidet über die Zuteilung der Fördermittel, die zu 50 Prozent vom Land und zu 50 Prozent von der Europäischen Union finanziert werden.

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