27.11.2007: 4000 wache Stunden optimal nutzen oder was hat der Klettverschluss mit der Distel zu tun?

Gersheim. Bei der Fortbildungsveranstaltung „4000 wache Stunden optimal nutzen“ des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau für Erzieherinnen und Erzieher ging es letzte Woche um Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kindergärten und Kindertagesstätten. Vor allem die praktischen Beispiele begeisterten die überwiegend weiblichen Teilnehmer aus der gesamten Region.

 

4000 wache Stunden - das ist die Zeit, die ein Mensch durchschnittlich in seinem Leben im Kindergarten verbringt. Psychologen, Neurologen und Pädagogen sind sich einig, dass Kinder gerade in dieser Zeit besonders wissbegierig und aktiv sind. Deshalb lassen sich bereits im Elementarbereich wichtige Grundlagen für ein verantwortungsvolles und aktives Leben schaffen- was genau das große Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.

Als Biosphärenreservat hat der Bliesgau die Aufgabe der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Knapp 20 Erzieherinnen und ein Erzieher aus allen Städten und Gemeinden des Biosphärenreservates Bliesgau folgten vergangene Woche dem Ruf des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau zum Seminar „4000 wache Stunden optimal nutzen“ ins Ökologische Schullandheim Spohns Haus nach Gersheim. Torsten Czech, Geschäftsführer des Ökologischen Schullandheims, stellte zu Beginn das Haus und die zahlreichen Möglichkeiten an Bildungsprogrammen vor, die sich hier auch schon Kindergärten bieten. Stefanie Klingler, Mitarbeiterin des Biosphärenzweckverband Bliesgau informierte anschließend über das Biosphärenreservat Bliesgau.

Gemeinsam mit den Erzieherinnen will man den Blick schärfen für das schon immer Dagewesene - für das Biosphärenreservat Bliesgau mit seinen Natur- und Kulturschätzen, für seine regionalen Produkte, für den sozialen Umgang miteinander. Auch der zukünftigen Entwicklung der Region, dem Zusammenleben der Generationen und dem Umgang mit den Ressourcen und der Natur möchte man sich als Region stellen. Speziell für Schulen und Kindergärten wird es in Kürze einen Wettbewerb geben, bei dem kreative und nachhaltige Projektideen gefragt sind. Die besten werden anschließend umgesetzt.

Was ist Bionik? Was hat der Klettverschluss mit der Distel zu tun? Was hat sich der Mensch sonst noch alles von der Natur abgeschaut? Im praktischen Teil ging Karin Dinter, eine erfahrene Umweltpädagogin vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., diesen und weiteren Fragen im Spannungsfeld Natur-Mensch nach. Sie gab den Erzieherinnen tolle Anregungen, wie sich die Bildung für nachhaltige Entwicklung mit einfachen Mitteln im Kindergartenalltag realisieren läßt. Die Erzieherinnen sowie der einzige Erzieher waren begeistert. „Ein Samen ist ein Pflanzenkind mit einem Rucksack voller Nahrung, ein toller Vergleich, den unsere Kinder sicher gut verstehen werden“ findet Ulrike Schnell, die Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Joseph in Kirkel-Neuhäusel.
Kinder sind die Zukunft, auch und gerade im Biosphärenreservat Bliesgau. In wenigen Jahren sind sie es, die die Region aktiv gestalten und die Verantwortung für die regionale Entwicklung übernehmen werden. Deshalb ist die positive Resonanz auf die Fortbildung und das große Interesse der Erzieherinnen ein wichtiger Schritt für das Biosphärenreservat Bliesgau und seine Entwicklung zur nachhaltigen Modellregion.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen Stefanie Klingler in der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau gerne zur Verfügung:
Tel (0 68 42) 9 60 09-0, E-Mail: Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser.

 

Foto von der Fortbildungsveranstaltung 4000 wache Stunden optimal nutzen

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