Pressemeldung des Biosphärenvereins Bliesgau e.V.

Gesucht: Individuelle Ideen und bedarfsgerechte Lösungen für Mensch und Natur in der Landwirtschaft

Im Biosphärenverein arbeiten zahlreiche Mitglieder in Arbeitsgruppen unterschiedlicher Themen mit. Jeder nach seiner Vorliebe und seinem Wissen. Die Landwirtschaft ist ein Thema, das dringend nach praktischen Lösungen sucht. Ein guter Grund für den Verein, eine weitere Arbeitsgruppe zu gründen.

Biosphrenverein

„Die Landwirtschaft steht durch unser eigenes Konsumverhalten unter enormem Druck, und ihr Ruf leidet in Deutschland unter den dadurch resultierenden Maßnahmen und Folgen wie Massentierhaltung, Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger, 16-Stunden-Arbeitstagen, Dumpingpreisen. Die Aufzählung ließe sich weiter fortsetzen“, fasst der Vorsitzende des Biosphärenvereins Torsten Czech die derzeitige Situation zusammen. „Und dagegen müssen wir etwas tun. Im Biosphärenreservat Bliesgau haben wir durch eine traditionell eher extensive Landwirtschaft gute Ansätze und bereits bestehende Kooperationen. Darauf müssen wir aufbauen“.

Aufgabe eines Biosphärenreservates sei es, neue Ideen und Möglichkeiten zu entwickeln, wie Mensch und Natur auch in Zukunft mit ihren jeweiligen Bedürfnissen gut miteinander und nebeneinander bestehen können. Hier setze der Biosphärenverein mit einem neuen Angebot an die Bevölkerung und die Fachwelt an: „Es geht dabei um einen offenen Austausch aller Beteiligten und interessierten Bürger und um ein „Ausloten“ der gemeinsamen lokalen, individuellen Möglichkeiten“, so der Sprecher der neuen Arbeitsgruppe, Hannes Ballhorn. „Die Arbeitsergebnisse sollen stetig in die Arbeit der Biosphärenverwaltung einfließen.“

Vor- und Nachteile moderner Landwirtschaft ausgleichen

Die Landschaft des Biosphärenreservates Bliesgau ist zu einem sehr großen Teil landwirtschaftlich geprägt und über Jahrhunderte aus einer bäuerlichen Wirtschaftsweise entstanden. Eine Zeit, die von mühevoller und harter Arbeit geprägt war – in der aber auch z.B. unsere so geliebten Orchideenwiesen entstanden.  Viele Siedlungen sind reine Arbeiter- und Bauerndörfer, was heute an der Bauweise der Häuser deutlich zu sehen ist. Frühere Generationen hatten mit zehn Kühen und einigen Hektaren Feldgemüseanbau ein gutes Einkommen. Die Technisierung der 1960er Jahren sorgte dafür, dass zahlreiche Arbeiten müheloser und schneller vorangingen, auch die Einkommen steigerten sich. Gleichzeitig zeigte sich, dass Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt haben, auch in unserer Region. Der Beruf des Landwirts scheint zunehmend unattraktiv zu werden. Gleichzeitig erhöht sich der Arbeitsaufwand der Landwirte weiter, denn neben der Produktion von Nahrungs- bzw. Lebensmitteln hat der Landwirt auch Aufgaben in der Landschaftspflege. Immer mehr Flächen werden nicht mehr gemäht und verbuschen. Wie ändert sich dadurch unsere Region?

Einladung zur Gründungsveranstaltung

Um langfristig gemeinsame und für unsere Region sinnvolle Lösungen für diese komplexe und schwierige Thematik zu finden, lädt der Biosphärenverein zu einem ersten Treffen am Donnerstag, 27. Februar 2020 um 19 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus (hinter der Kirche) in Blieskastel-Wolfersheim ein. Interessierte können sich beim Ansprechpartner Hannes Ballhorn (Natur- und Landschaftsführer) unter 06842 7083320 oder unter Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser. anmelden.

 

Mögliche Themen der neuen AG Landwirtschaft:


Höfesterben/Strukturwandel: Förderung von Jungbauern - Hofnachfolge

Verbraucherverantwortung: Selbstversorgung - Vegane und vegetarische Ernährungsweise - Solidarische Landwirtschaft

Landschaft und Boden: Nachhaltige Landnutzungsstrategien - Permakultur -Beweidungsprojekte - Landwirtschaft und Naturschutz – Streuobst

Ökonomie: Neuer Umgang mit Grund und Boden: Bio-Bodenstiftung - Regionale, saisonale Vermarktung

Ökologie: Ökologische Landwirtschaft - Lupinenanbau - Terra preta - Humus/Kompostwirtschaft 

Die Saatgutfrage: Alte und regionale Getreide- und Gemüsesorten

Bildung für nachhaltige Entwicklung:  Agro-Tourismus - Lernort Bauernhof
 


Kontakt:

Biosphärenverein Bliesgau e.V.

Paradeplatz 4

66440 Blieskastel

Ansprechpartner Verein: Torsten Czech, Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser.

Ansprechpartner AG Landwirtschaft: Hannes Ballhorn, Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser.

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