Bericht zur Apfelernte vom 26.10.2019

Von Marie Marsollek, Teilnehmerin im freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ)

Durch unser FÖJ beim Biosphärenzweckverband Bliesgau haben meine FÖJ-Kollegin Lea und ich die Möglichkeit viele verschiedene Einblicke zu gewinnen. So nahmen wir beispielsweise an einer ehrenamtlichen Apfelernte mit den FIPs (= Freiwillige in Parks) am 26.10.2019 teil. 
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Die Bilder der Apfelernte von einer Drohne zeigen die Arbeiten aus einer ganz neuen Perspektive (Bildautor: Chris Fissgus)

Um halb neun ging es an der Geschäftsstelle los. Wir fuhren mit Tisch, Bänken, Verpflegung und Handschuhen zu dritt los, nachdem am Vortag das Auto beladen wurde. Anita Naumann am Steuer, Lea und ich auf der Rückbank, wo wir die mit Spanngurten gesicherten Bänke zusätzlich festhielten und wir alle hatten festes Schuhwerk und warme Kleidung an.
Dies war auch sinnvoll, denn es blieb am Morgen kalt und nass. Die Wiese war feucht vom Morgentau und dennoch standen acht Freiwillige munter am Treffpunkt in Bliesransbach auf der Streuobstwiese nahe dem Sportplatz. 
Walter Rundstadler und ein weiterer Helfer brachten zwei Anhänger bepackt mit leeren Obstkisten mit. Es gab große Kisten, die im Anhänger befüllt wurden und kleine Kisten, die wir zum Aufsammeln der Äpfel nutzten. 
Wir liefen von Baum zu Baum und sammelten alle Äpfel ein, aus denen man einen guten Saft pressen kann. Die faulen, dreckigen oder angebissenen Äpfel warfen wir nach hinten und arbeiteten uns - jeder mit einer Obstkiste bewaffnet – bis zum Stamm vor. Während dessen wurden einige Fotos gemacht und sogar Luftaufnahmen mit einer Drohne gefertigt.
Anschließend wurden zwei riesige Planen unter dem Baum lückenlos zusammengelegt. Und während wir Frauen kurz verschnaufen konnten oder gerade unsere vollen Obstkisten in die größeren Kisten in den Anhänger leerten, schüttelten die Männer die Äpfel von den Bäumen. Mit einem dumpfen Klopfen purzelten die Äpfel nach und nach ähnlich wie schwere Regentropfen auf die Plane. Ein paar Äste blieben ungeschüttelt, weil viele Vogelarten im Herbst die Äpfel als Nahrung benötigen.  
Kein Apfel war wie der andere: einige hätten aus dem Supermarkt sein können, viele waren schon faul oder hatten „Sonnenbrand“ und mussten auf der Wiese bleiben,  andere waren unglaublich klein (der kleinste Apfel war so groß wie mein Daumen!) und dann gab es auch noch den spektakulären Fund eines siamesischen Apfels von Lea.
Genauso unterschiedlich wie die Äpfel waren auch die Teilnehmer. Dennoch haben wir uns alle sehr gut verstanden und konnten interessante Unterhaltungen führen.
Zum Abschluss wurde noch gepicknickt. Wir luden den Tisch und die Bänke aus dem Auto aus und begannen damit Brot, Käse, Lyoner, Rohesser und Kuchen aufzutischen. Dazu gab es Bliesgau-Apfelsaft und Sprudel. Das regionale Picknick wurde von Anita Naumann organisiert und rundete die Obsternte sehr gut ab. Bevor sich jeder Freiwillige wieder auf den Heimweg begab, bekam jeder ein neu erschienenes Postkartenset vom Biosphärenzweckverband und einen frisch gepressten Bliesgau-Saft von Walter Rundstadler, als Dankeschön für die Hilfe, geschenkt.
Meine Kollegin und ich sind sehr dankbar, dass wir bei der Apfelernte dabei sein durften. Wir haben neue Einblicke in das breite Spektrum der Arbeit des Biosphärenzweckverbandes und dessen Partner bekommen und selbst anpacken können, was eine willkommene Abwechslung zum Alltag im Büro darstellt.

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