Pressemeldung vom 1. September 2020

Abschied nehmen und Neubeginn in der Biosphärengemeinde Kleinblittersdorf

Landrat und Biosphären-Verbandsvorsteher Dr. Theophil Gallo lud den ehemaligen und neuen Bürgermeister der Gemeinde Kleinblittersdorf in die Kreisverwaltung ein.

BM Kleinblitterdorf

Landrat Dr. Gallo (Mitte) überreichte Bürgermeister a. D. Strichertz eine Dankesurkunde und Bürgermeister Lang die neue Publikation „Barockstraße Saarpfalz“. (Foto Beate Ruffing)

Seit der Verabschiedung von Bürgermeister a. D. Stephan Strichertz und dem Antritt des neuen Bürgermeisters Rainer Lang im Frühjahr ist schon einige Zeit vergangen. Coronabedingt war eine offizielle Feier nicht möglich. Der Saarpfalz-Kreis und die Gemeinde Kleinblittersdorf verbindet nicht nur die Kreisgrenze, sondern auch das Biosphärenreservat Bliesgau. Landrat und Verbandsvorsteher der Biosphäre Bliesgau Dr. Theophil Gallo hat die Beiden in die Kreisverwaltung nach Homburg eingeladen, um für die langjährige gute Zusammenarbeit zu danken und Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit zu erörtern. „Fast zwei Jahrzehnte hat Strichertz die Gemeinde Kleinblittersdorf sehr aktiv geprägt: Er war der erste parteilose Bürgermeister Kleinblittersdorfs. Das gemeinsame Ziel dabei war die Weiterentwicklung und Rezertifizierung der UNESCO-Biosphärenregion Bliesgau, für die Strichertz als Verbandsvorsteher von 2011 bis 2013 verantwortlich war. „Das Biosphärenreservat Bliesgau ist eines der positiven Beispiele dafür, wie sehr es sich lohnt, über (Kreis)Grenzen zusammenzustehen. Die Biosphäre Bliesgau wird im Besonderen getragen von der Identifikation der Menschen. Dies gilt umso mehr für Amtsträger auf lokaler Ebene an verantwortlicher Stelle. Deshalb möchte ich Bürgermeister a. D. Stephan Strichertz nicht so sang- und klanglos gehen lassen“, bekräftigt Landrat Dr. Theophil Gallo beim Überreichen der Dankesurkunde. „Da man mit dem Biosphärenreservat Bliesgau bei dem Thema interkommunale Zusammenarbeit über die Grenze von zwei Landkreisen hinweg sowie bei der Organisationsform des Zweckverbandes jeweils Neuland betreten hatte, war der Lernprozess der interkommunalen Zusammenarbeit insbesondere bei der Finanzierung der Verbandsumlage zunächst extrem schwierig. Wichtig war aber in diesem Zusammenhang, dass alle Akteure der ersten Stunde von dem Gedanken der Biosphäre, wie zum Beispiel das Thema des nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaftens, beseelt und überzeugt waren. Daher galt in jedem Stadium, der Weg ist das Ziel und der bisher zurückgelegte Weg hat sich im Rückblick auch gelohnt. Ich bleibe der Biosphäre weiterhin verbunden", erklärt Strichertz.

Offiziell ist Rainer Lang seit 1. Mai Bürgermeister der Gemeinde. Einblick in die kommunale Arbeit hatte er bereits als Gemeinderatsmitglied. Der aus Bliesransbach stammende Betriebswirt hatte zuvor 25 Jahre lang als stellvertretender Leiter im Bereich Finanzen bei der Saarbrücker Immobilienverwaltungs- und Baubetreuungsgesellschaft Saarbrücken mbH der Landeshauptstadt Saarbrücken gearbeitet. Für Bürgermeister Lang gibt es aktuell auch schon Themen für eine interkommunale Zusammenarbeit: Die weitere Gestaltung der bereits bestehenden Kooperation Verkehrsüberwachung und der Regionalbusverkehr, insbesondere der Schülerbusverkehr. Landrat Dr. Gallo greift diese Themen gerne auf. Sein Angebot steht auch, im Gemeinderat oder Regionalverbandstag über die aktuellen Entwicklungen der Biosphäre zu informieren. Der Landrat regt in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Saar im Sinne des Weimarer Dreiecks für eine Ergänzung der bestehenden, französischen Gemeindepartnerschaften mit Sucé-Sur-Erdre bei Nantes und Grosbliederstroff an. „Die Pflege von europäischen Partnerschaften, nachgerade in Zeiten der Covid19-Pandemie, ist ein lohnendes Thema für eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Saarpfalz-Kreis und der Gemeinde“, so Dr. Gallo. „Es gibt spannende Themen und wertvolle Kooperationen. Ich freue mich auf unsere kommunale Zusammenarbeit. Wir werden alsbald ein erstes Arbeitstreffen vereinbaren“, unterstreicht Bürgermeister Lang.

 

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