Regionale Rezepte

Muskelentspannendes Lavendelöl

Da wir großen Wert auf eine abwechslungsreiche Gestaltung unserer Newsletter-Ausgaben legen, möchten wir Ihnen heute kein Kochrezept, sondern ein Öl zur äußerlichen Anwendung, vorstellen. Unsere neue Bildungspartnerin Christine Littig (Kräuter & Co.) hat uns ihre Anleitung zur Herstellung eines Lavendelöls verraten. Das Öl kann zum Einreiben bei Muskelverspannungen und -krämpfen benutzt werden. Aber auch zur Narbenpflege, bei wunden Hautstellen und Insektenstichen kann das Lavendelöl eingesetzt werden. Der angenehme Lavendelduft wirkt zudem entspannend und harmonisierend.

lavendel


 Zutaten: 

  • Lavendelblüten (kurz vorm Abblühen geerntet)
  • ein gutes Öl aus der Region (z.B. Raps-, Sonnenblumen-, Hanföl)
  • Marmeladenglas
  • Stoffstück, etwas größer als die Öffnung vom Glas

Zubereitung:
Sammeln Sie die Kräuter an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit in einem hellen Glas. Zerpflücken oder zerschneiden Sie die Pflanzenteile und gießen Sie sie mit dem Öl auf, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. Eventuell schwimmende Kräuterteile mit etwas Schütteln oder Rühren ganz ins Öl bringen. Nun wird das Glas mit einem Tuch abgedeckt - nicht mit dem Deckel verschließen, so kann die noch in den Pflanzenteilen enthaltene Feuchtigkeit aus dem Glas entweichen. Das Glas wird an einen sonnigen, warmen Platz gestellt, über Nacht und bei Regen ins Haus holen. Nach etwa ein bis drei Wochen wird das Öl durch ein Teesieb abgeseiht und in eine dunkle Flasche (Braun- oder Blauglas) abgefüllt und lichtgeschützt aufbewahrt. Dieses Öl ist etwa ein Jahr haltbar.

Bliesgau Kulinarisch

Kulinarisch widmen wir uns in der Frühjahrsausgabe dem Bärlauch. Dieser kann von März bis April geerntet werden. Der zum Lauchgewächs gehörende Bärlauch bevorzugt dabei besonders feuchte Böden. Jedoch ist beim Suchen Vorsicht geboten, da sich vermeintlicher Bärlauch auch schnell als giftige Maiglöckchen oder Herbstzeitlose entpuppen kann. Der "Waldknoblauch", wie Bärlauch auch genannt wird, ist ein echter Alleskönner und besitzt die gleichen gesundheitsfördernden Auswirkungen wie Knoblauch. Er wirkt antibakteriell, hilft bei Magenbeschwerden und regt den Stoffwechseln an.

aufstrich


Bärlauch-Walnuss-Aufstrich (8 Portionen):

  • 40 g Bärlauch (1 Handvoll)
  • 40 g Walnusskerne
  • 15 g scharfer Senf (1 EL)
  • 4 EL Walnussöl
  • 60 g  Butter
  • 60 g Frischkäse
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Den Bärlauch waschen (das Wasser sollte sehr heiß sein und gegebenenfalls sogar eine Temperatur von ca. 70 °C aufweisen), gut trocken schütteln und im Anschluss grob hacken. Die Walnusskerne ebenfalls zerkleinern und mit dem Bärlauch, dem Senf sowie dem Walnussöl zu einer feinen Paste pürieren. Nun die Butter mit dem Frischkäse verrühren und mit der Paste vermischen. Zu guter Letzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Bibbelsches Bohnesupp mit Quetschekuche

Für die Suppe:

  • 500 g Stangenbohnen (gab es früher in großen Mengen in Lautzkirchen im Bohnental)
  • 4 Mittelgroße Kartoffeln
  • 4 Karotten
  • 1 Kleine Zwiebel
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 3 EL Dicker Rahm (Schmand oder Creme fraiche)
  • Salz, Pfeffer, Maggikraut, Bohnenkraut

bohnensuppe

Zuerst die Zwiebel kleinschneiden und etwas andünsten. Anschließend Bohnen, Kartoffeln und Möhren würfeln und in der Gemüsebrühe kochen bis das Gemüse weich ist, das Maggikraut ebenfalls mitkochen (Kochdauer ca. 25 bis 30 Minuten). Erst am Ende das Bohnenkraut zugeben.
Die Suppe mit Rahm verfeinern und nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wird die Suppe etwas säuerlicher bevorzugt, eignet sich ein Schuss Essig zum nachwürzen.
Beim Servieren der Suppe mit Quetschekuche, wird sie - nach alter Rezepttradition - ohne Dörrfleisch zubereitet.

Für den Kuchen:

  • Ca 1 kg Quetsche
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Zucker
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 40 g Butter, warm
  • 120 ml Milch

Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermengen. An einem warmen Ort ca. 2-3 Stunden gehen lassen (auf doppelte Größe). Quetschen waschen, entkernen und im oberen Drittel einschneiden. Teig in einer Springform (26 cm) verteilen und am Rand hochziehen, die Quetsche dachziegelartig aufreihen. Sehr saure Quetschen evtl. noch mit Hagelzucker bestreuen, je nach Belieben. Bei 220°C Ober- / Unterhitze (keine Umluft) ca. 30 Minuten backen.

Bliesgau Kulinarisch

Weihnachtliche Waffeln für große & kleine Naschkatzen
(von Lea Deckarm)

Was gibt es Schöneres als eine heiße Waffel an einem grauen, kalten Adventssonntag? Nach einem gemütlichen Spaziergang in der Biosphäre Bliesgau werfen meine FÖJ-Partnerin Marie und ich das Waffeleisen an. Ganz nach dem Motto "Probieren geht über Studieren“, denn ein einfacher Waffelteig lässt sich schnell nach Belieben verfeinern. Gerade in der Weihnachtszeit bietet es sich an, bereits bei der Teigherstellung verschiedene Gewürze zu verwenden.


Zutaten:

  • 200g weiche Butter
  • 100g Vollrohrzucker
  • 4 regionale Eier von glücklichen Hühnern 
  • 550g Mehl
  • 1 P. Backpulver
  • gemahlene Vanille 
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Anis
  • 1/4 TL Piment
  • 1 Prise Salz
  • 250g flüssigen Bliesgau-Honig 
  • Bliesgau-Milch

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Tipp!
Viele Zutaten konnten wir regional beziehen. Alle anderen Produkte haben wir im Naturkostladen gekauft.

Zubereitung:
Butter und Zucker in eine große Schüssel geben und schaumig schlagen. Im Anschluss die Eier hinzufügen und ebenfalls verrühren. Das Mehl mit den Gewürzen in einem weiteren Gefäß vermischen. Danach die Mehl-Mischung und den Honig abwechselnd zu dem Butter-Zucker-Ei Gemisch geben und verrühren.
Tipp! Unser Bliesgau-Blütenhonig ist etwas zu fest. Daher erwärmen wir ihn zunächst! Zu guter Letzt noch so viel Milch hinzufügen, bis der Teig eine zähflüssige Konsistenz hat.
Nun muss der Teig im heißen Waffeleisen nur noch ausgebacken werden. Hier empfiehlt es sich, das Eisen zunächst mit Margarine oder Butter einzureiben, damit sich die Waffeln später leichter lösen!

Wir FÖJ’lerinnen des Biosphärenzweckverbandes empfehlen:Für ein besonderes Geschmackserlebnis unter einen Teil des Teiges kleine Apfelwürfel heben. Die Waffeln werden so noch ,,fluffiger“ und garantiert saftig! Getoppt werden unsere Waffeln dann nur noch mit Vanillezucker, damit die weihnachtlichen Gewürze auch ihren Geschmack entfalten können.
Viel Spaß beim Ausprobieren und vor allem guten Appetit!

Wolfersheimer Holunderblütensirup

Zutaten:

  • 30 Dolden Holderblüten
  • 2 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 4 unbehandelte Bio-Zitronen
  • 40 Gramm Zitronensäure

holunder
1. Pflücken Sie die Holunderblüten bevorzugt zur Mittagszeit bei Sonnenschein, da sie dann das meiste Aroma entfalten. Entfernen Sie gegebenenfalls zunächst die aufsitzenden Insekten und legen Sie die geernteten Dolden in einen Korb, damit sie nicht zerdrückt werden
2. Wasser mit Zucker erwärmen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat
3. Zitronen waschen und klein schneiden, mit Zuckerwasser und den Dolden vermengen und zwei Tage an einem warmen Ort ziehen lassen
4. Dolden ausdrücken und gesamten Sud durch ein sauberes Tuch absieben
5. Sud erhitzen, Zitronensäure einrühren und einmal kurz aufkochen lassen
6. Sud heiß in kleinen Fläschchen abfüllen und sofort fest verschrauben

Viel Spaß bei der Ernte und der Zubereitung – lassen Sie es sich schmecken!

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