Biosphäre Bliesgau will klimaneutral werden

Einstimmig verabschiedete vergangene Woche die Verbandsversammlung des Biosphärenzweckverbands Bliesgau den "Masterplan 100% Klimaschutz". Die Region erklärt sich danach bereit, alle denkbaren Anstrengungen zu unternehmen, bis 2050 den Energieverbrauch zu halbieren und die CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent zu reduzieren.

Blieskastel. Die Verbandsversammlung des Biosphärenzweckverbands Bliesgau verabschiedete in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig den "Masterplan 100% Klimaschutz". Einen entsprechenden Bericht hatte das Saarbrücker Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES) bereits Anfang Juli nach mehrmonatigen intensiven Diskussionen in einem eigens gegründeten regionalen Klimaschutzrat den kommunalen Gremien vorgelegt. Das Projekt ist Teil der nationalen Klimaschutzinitiative und wird mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie des saarländischen Innenministeriums unterstützt. Die Laufzeit erstreckt sich bis Ende 2016 und sieht ab Herbst des Jahres die Umsetzung erster Maßnahmen des Masterplans vor.

Neben einer umfangreichen und erstmaligen Analyse der Energieverbräuche in der Biosphärenregion in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität benennt der Masterplan die sehr ehrgeizigen Einsparziele in den einzelnen Sektoren. Um bis 2050 den Energieverbrauch zu halbieren und gleichzeitig die CO2-Emissionen um 95 Prozent zu reduzieren, müssen der Stromverbrauch um etwa 60 Prozent, der Wärmeverbrauch um 70 Prozent und der Bedarf für Mobilitätsverbräuche um zehn Prozent sinken. Der Strombedarf soll bis 2050 komplett, der Wärmebedarf größtenteils aus Erneuerbaren Energieträgern stammen. Die Mobilität wird weitgehend über Elektromobilität auf Grundlage Erneuerbarer Energien erfolgen.
Schwerpunkte möchte die Biosphäre in den kommenden Jahren in die energetische Sanierung der privaten und öffentlichen Gebäude, in den flächendeckenden Ausbau von Ladesäulen für Elektroautos, in den Bau von Solaranlagen und in den moderaten Ausbau der Windenergie setzen. Der Blieskasteler Stadtteil Breitfurt soll zum Bioenergiedorf mit einer zentralen Wärmeversorgung über Solarthermie und Hackschnitzel entwickelt werden.

Bei Fragen: steht Ihnen der Klimaschutzmanager Hans-Henning Krämer (Tel: 0 68 94/13-738, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gerne zur Verfügung.

Pressemeldung vom 24. September 2014

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