Pressemeldung des Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vom 22. Juli 2015

Notfallhilfe für Mauersegler im Saarland beendet – Minister Jost dankt allen freiwilligen Helfern: „Beitrag für den Artenschutz“

Die Notfallhilfe für die Mauersegler im Saarland läuft diese Woche aus. Es gibt nur noch wenige Neuzugänge, die der Hilfe bedürfen, teilte das Umweltministerium mit. Die wenigen verbliebenen Segler werden derzeit von den Naturwächtern in den Vogelauffangstationen untergebracht.

Nicht alle Jungvögel, die wegen der großen Hitze in den vergangenen Wochen aus ihren Nestern gefallen waren, konnten gerettet werden. Dennoch haben einige hundert Jungtiere dank der Unterstützung vieler freiwilliger Helfer die extreme Wetterperiode überlebt – im Saarland eine für die Population der Mauersegler relevante Größe. Umweltminister Reinhold Jost dankt den Naturwächtern und allen ehrenamtlichen Helfern, die die Mauersegler aufgenommen und hochgepäppelt haben. „Dies war nicht nur eine wichtige Aktion im Sinne des Tierschutzes, sondern hier wurde auch ein echter Beitrag für den Artenschutz geleistet. Ohne die schnelle Hilfe wären die Folgen für unsere Mauerseglerpopulation im Saarland beträchtlich gewesen“, so Jost. Dem NABU-Landesverband, der spontan zugesagt hatte, die Futterkosten für die jungen Vögel zu übernehmen, gilt ebenfalls das herzliche Dankeschön des Ministers. Seit Anfang Juli herrschte bei den Mauerseglern Alarmstimmung. Bei teils extrem hohen Temperaturen in den Nisthöhlen suchten die Jungtiere verzweifelt nach Abkühlung und fielen häufig aus dem Nest. Ohne Hilfe des Menschen sind sie dann dem Tod ausgesetzt. In dieser Ausnahmesituation hatten sich Umweltministerium, Naturschutzbund Saar und Naturlandstiftung darauf verständigt, dass die saarländische Naturwacht die Versorgung von Mauerseglern in Not unterstützt. Diejenigen, die noch einen hilflosen Mauersegler finden, wenden sich bitte an die bekannten Vogelauffangstationen, z.B. der Familie Zach in Nalbach-Körprich, oder an die Geschäftsstelle des NABU-Landesverbandes, Tel: 06881/936190.